| Tradition, Lebensweise, lokale Bautechnik, verfügbare Materialien und Selbsthilfe in Entwicklungsländern führen zu niederer, meist eingeschossiger, dichter Bebauung auch in den Städten. Die vielfältigen Möglichkeiten des alternativen Bauens mit dem Ziel der Autarkie, der geringeren Marktabhängigkeit und Fremdbestimmung müssen gerade auf die Problemgebiete, d. h. die rasch wachsenden Randgebiete der Städte, adaptiert werden. Eine totale Überdeckung dieser Quartiere schützt auch das Umfeld der Gebäude gegen Sonne, Regen und Kälte, ein Zwischenklima verbessert das Binnenklima und verringert den Bedarf an Heiz- und Kühlenergie. Die ökonomische industrielle Herstellung der Überdachung fördert und erleichtert den Ausbau in Selbsthilfe mit lokalen Baustoffen, als Arbeitsbeschaffung für und Wertschöpfung durch die Bewohner. Schon mit der Errichtung der Hülle ist ein provisorisches Obdach für die Bewohner (alias Bauarbeiter) gegeben. Das Schalendach kann nach Bedarf dem lokalen Klima und den täglichen Temperaturschwankungen angepaßt werden, das Schalendach kann licht- und luftdurchlässig ausgebildet werden, das Schalendach kann als Wasserkollektor, Energiekollektor oder Absorber, als Destille oder Pflanzfläche genutzt werden und so die Abhängigkeit der Bewohner von überlokaler Fremdversorgung verringern oder vermeiden. Die Errichtung der Hülle läßt den späteren Bewohnern im Rahmen gewisser Regeln große Freiheiten für Ausbau, Nutzung und Veränderung unter und auf der gemeinsamen “Stadthaut”.für den gigantischen Bedarf ist die Rückkehr zu einem klimatisch angepaßten, ressourcengerechten, regionalen und energiesparenden Bauen unter Selbsthilfe der Bewohner mit einer Haustechnik lokaler Kreisläufe, ein Vorschlag für die arme Welt der Zukunft. |
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