| Der Landschaftsverband Rheinland, früher in Düsseldorf ansässig, hat seine gesamte Verwaltung in einem Neubau in Köln-Deutz konzentriert. Der Bauplatz, städtebaulich und verkehrlich in kluger Voraussicht ausgewählt, birgt hervorragende, ja einmalige Möglichkeiten. Zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Straßenbrücke auf dem rechten Rheinufer gelegen, blickt er über den Strom auf den Dom und die noch erhaltenen Kostbarkeiten des alten Köln. Architekten, die 1956 in einem Wettbewerb einen ersten Preis erhalten hatten, antworteten auf die mächtigen Vertikalen des gegenüberliegenden Domes mit wohltuender Zurückhaltung, indem sie ein (bei 113 m Länge der Rheinfront) verhältnismäßig niedriges, fünfgeschossiges Gebäude errichteten und dem Gedanken einer Angleichung mit Vertikalen oder einer in die Höhe strebenden Scheinrepräsentation keinen Raum gaben. Dafür schufen sie ein Bauwerk von erlesenen Proportionen, von einer an Mies von der Rohe gemahnenden Klassizität und von großzügig-klarer Raumkonzeption.(Mit von Altenstadt und von Rudloff) |
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