Die Gunst der Lage des Grundstückes führt zu dem Vorschlag, den Pavillon als Arche in Teilen oder ganz auf einer schwimmenden Unterkonstruktion mit Hochseeschleppern nach Montreal zu bringen, um ihn dort an geeigneter Stelle im St. Lorenz-Strom für die Dauer der Expo ankern zu lassen.Argumente für eine solche Lösung wird man anführen können,
- daß der Bau eines Pavillons im DM-Bereich erfolgt, was wahrscheinlich eine erhebliche Verbilligung mit sich bringt,
- daß die in der Ausschreibung skizzierten Schwierigkeiten weitgehend vermieden werden, die besagen,
- daß bis zur Eröffnung der Expo jetzt nur noch knapp zweieinhalb Jahr zur Verfügung stehen, in dieser Zeit drei Winter enthalten sind, die in Montreal lange andauern und in denen wegen großer Kälte und starkem Schneefall Bauausführungen nur unter größten Schwierigkeiten und damit hohen Mehrkosten möglich sind, so daß in Montreal mit einer ernsthaften Knappheit an Bau- und Arbeitskapazität gerechnet worden muß”,
- daß die Demontage keine Probleme und Kosten mit sich bringt,ß der deutsche Pavillon unter Umständen auf diese Weise eine Pontonbrücke zwischen der Ile verte und der Ile Notre-Dame bilden kann, womit ihm eine große Besucherfrequenz gesichert ist,
- daß keinerlei zusätzliche Frachtkosten entstehen,
- daß sämtliches Ausstellungsgut im hochseefesten Schwimmkörper der Arche transportiert wird,
- daß die einer solchen Aufgabe immanente Forderung nach Werbewirksamkeit, der “gag”, sich nicht ausschließlich im Formalistischen erschöpfen muß,
- daß der Aufwand für die deutsche Beteiligung an der Expo nicht allein auf diese beschränkt bleiben muß, sondern es durchaus denkbar erscheint,
- daß der deutsche Pavillon (ganz oder in Teilen) danach Werbefahrten unternimmt, um in bedeutenden Hafenstädten der Welt gezeigt zu werden,
- daß ein solches Unternehmen dann entweder der kulturellen und politischen Repräsentation der Bundesrepublik und (oder) als schwimmende Exportmesse der Werbung der deutschen Industrie dienen kann,
- daß nach unverbindlichen Angaben einer Hamburger Reederei die Schleppkosten über den Atlantik bis Montreal in der Größenordnung von nur 0,5 % der Gesamtkosten liegen.
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