SIEDLUNG AN DER ACH IN BREGENZ
In einer Reihe von gemeinsam mit Albrecht und Wratzfeld realisierten Beispielen in Vorarlberg (sämtlich Ergebnis von öffentlichen Architektenwettbewerben) konnte nachgewiesen werden, daß ein systematischer Planungsansatz sich addierende oder kumulierende Spareffekte in Grundstücksnutzung, Gebäudeplanung, Konstruktion, Haustechnik und Energieverbrauch erbringen kann, ohne Minderung oder sogar mit Steigerung des Wohnwerts, seit 1971 bis heute geplante und realisierte Projekte »kostengünstigen und flächensparenden Bauens«, lange bevor dieser Terminus hier unter dem Druck veränderter Rahmenbedingungen offiziell wurde und bestimmend für das Geschehen im Wohnungsbau überhaupt.Programm waren etwa tausend öffentlich geförderte Wohnungen in fünf Bauabschnitten vorgesehen, was einer etwa zehnprozentigen Stadterweiterung von Bregenz entspricht. Mit der Auftragserteilung kommen die formulierten Planungsprinzipien auf den Prüfstand. Der städtebauliche Ansatz wird im großen und ganzen in der vorgeschlagenen Form realisiert, wohingegen die Vorstellungen einer Fertigteilbauweise mit offenem, leichtem, trockenem Ausbau zur Nutzung der großen Serien aus Gründen des lokalen, Bietermarktes nicht realisierbar war und zugunsten einer konventionellen Bauweise aufgegeben wurde. Die vom Auslober geforderte und im Wettbewerbsprogramm geplante Durchmischung der Wohnanlage mit Gewerbe und Dienstleistungen war im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus nicht finanzierbar und konnte nur in begrenztem Umfang durchgeführt werden. Wegen der unerwartet niedrigen Baukosten, die erheblich unter dem Fördersatz lagen, wurden nach dem 2. Bauabschnitt die Mieten von ursprünglich 37 öS/ m² WF auf 27 öS = 3,80 DM/ m² WF herabgesetzt.Albrecht und Wratzfeld